Anjou

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Reifetyp:
spät
Verwendung:
  • Tafelobst
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
‘Beurré d’Anjou’, ‘Wintermeuris’.
Herkunft:
Vermutlich eine alte französische Sorte, die aus der Gegend von Angers stammt. Nach anderen Angaben soll sie van Mons 1819 aus Samen gezogen und sie nach seinem Obergärtner Pierre Meuris benannt haben.
Allgemeine Beurteilung:
Spätherbst-/Winterbirnensorte mit guter Fruchtqualität und Lagerfähigkeit. In Frankreich, England und USA eine der Hauptsorten. Die Ansprüche an Boden und Standort sind hoch. Die Erträge setzen früh ein, sind allerdings gering und unregelmäßig.
Frucht:
Ende September bis Anfang Oktober pflückreif. Die Genussreife erstreckt sich von November bis Januar. Große, fassförmige Frucht (L = 80-90 mm, B = 60-70 mm, 200-280 g). Etwas ungleichhälftig und im Relief leicht beulig. Glatte bis feinraue und trockene Fruchtschale. Hellgrüne Grundfarbe, vollreif gelblich grün, sonnenseits gelegentlich stumpfrote Deckfarbe. Fruchtberostung flächig um den Kelchbereich herum und als Kappe am Stielansatz. Zahlreiche graubraune kleine Lentizellen. Stielgrube flach und eng, Fruchtstiel sehr dick (5 mm) und kurz. Sitzt oft auch zwischen Fleischwülsten, ist dann schief gedrückt. Flache Kelchgrube mit offenem Kelch. Kelchblätter kurz und schmal, am Grunde sich berührend. Grünlich weißes Fruchtfleisch, etwas grobzellig. Zur Genussreife ist der Geschmack saftig süß mit einem weinsäuerlichen Muskatellerton. Um das Kernhaus herum größere Ansammlungen von Steinzellen. Meist nur wenige, gut ausgebildete lange, zugespitzte Kerne.
Baum:
Mittelstarker Wuchs mit unregelmäßig verteilten Gerüst- und Tragästen und steilem Astabgang. Die Ansprüche an Boden und Standort sind hoch. Die Erträge setzen früh ein, sind allerdings gering und unregelmäßig.
Besondere Merkmale:
Kurzer, dicker Stiel, Kelchberostung
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