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Welschisner (Apfel)

Synonyme
Isnyer Jahrapfel, Welsch Isnyer

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Vermutlich aus Oberösterreich, um 1600 entstanden, 1659 erstmals erwähnt und bis heute in raueren Lagen Deutschlands und Österreichs verbreitet.

Allgemeine Beurteilung

Für Höhenlagen und den Streuobstanbau empfehlenswerte Sorte, die auch auf schlechten Böden noch gute Erträge bringt, kräftig wächst und lange ohne Ausfälle lagerfähig ist. Als ‘Geisinger Liebling’ ist eine interessante Mutante aus dem Ludwigsburger Raum bekannt.

Frucht

Mittelgroß, selten groß. Teils halbkugel-, teils kugelförmig wenig abgeflacht, leicht stielbauchig. Oberfläche oft mit drei schwachen breiten Kanten. Grundfarbe grüngelb; Deckfarbe flächig hell- bis braunrot, meist mit scharfem Farbübergang. Schale glatt und leicht stumpf. Stielgrube flach, mittelweit, selten berostet. Stiel kurz, mitteldick. Kelchgrube sehr flach und weit, mit schwachen, auch ausgeprägten Rippen. Kelch klein, viertel- bis halb geöffnet. Kernhaus mittelgroß; Kerne wenig, mittelgroß, länglich. Fruchtfleisch weiß, fest, säuerlich und mäßig saftig bis trocken.

Baum

Die Bäume sind stark wachsend und bilden eine kugelige Krone; im Alter werden sie flachkugelig bis schirmförmig mit überhängenden Triebspitzen. Jungtriebe neigen zu Verkahlungen und erfordern daher einen kurzen Anschnitt. Triploide Sorte; die Blüte erscheint mittelfrüh und ist langanhaltend. Der Ertrag setzt spät ein, ist dann aber hoch und regelmäßig. Gegen Schorf und Krebs ist die Sorte mäßig anfällig.

Besondere Merkmale

Flächig rot gefärbte Sonnenseite mit scharfem Übergang zwischen Grund- und Deckfarbe. Feste schwere halbkugel- bis kugelförmige Frucht, meist mit fast ebenem Kelch.