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Unseldapfel (Apfel)

Synonyme
Unselds Apfel, Ulmer Renette

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst, Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Vor 1920 von Baumwart Jakob Unseld aus Ulm/Baden-Württemberg gefunden und bis in die 1960er-Jahre in Süddeutschland vermehrt.

Allgemeine Beurteilung

Diese äußerst stark wachsende und frostharte Sorte ist bestens als Stammbildner geeignet, die Frucht hingegen wenig interessant. Obwohl die jungen Triebe krebsanfällig sind, bleiben Stamm und stärkere Äste gesund.

Frucht

Mittelgroß. Kegelförmig abgestumpft. Oberfläche meist eben, manchmal warzig mit kaum wahrnehmbaren schwachen, breiten Kanten. Grundfarbe grünlichgelb, sonnenseits blassrot verwaschen und bläulich weiß bereift; viele, fühlbar erhabene Lentizellen. Stielgrube mittelweit, mitteltief und oft über den Rand reichend braungrün berostet. Stiel kurz, mitteldick. Kelchgrube sehr flach, weit, schüsselförmig, mit schwachen, häufig auch ausgeprägten Rippen. Kelch groß, ganz geöffnet; Blätter schmal zugespitzt, Spitzen zurückgeschlagen. Kernhaus mittelgroß; Achse mittellang und geschlossen; Wände halbmondförmig. Kerne gut ausgebildet, lang, kurz zugespitzt. Fruchtfleisch zunächst sehr hart und häufig glasig, ab Januar/Februar genießbar, schwach säuerlich, höchstens leicht gewürzt und trocken.

Baum

Wuchs außergewöhnlich stark mit vielen vorzeitigen Trieben und reicher Sei-tentriebbildung. Jungbäume zeigen stabiles Gerüst mit vollkommen geraden Leitästen und kräftigem Dickenwachstum. Blätter auffallend stark gezähnt. Blüte mittelfrüh, frosthart. Ertrag entsprechend hoch. Bäume sehr widerstandsfähig, nur im Feinastbereich krebsanfällig.

Besondere Merkmale

Schwere harte, teils warzige Frucht, mit weißlich bereifter, blassroter Deckfarbe. Kugelige, beulige, berostete Stielgrube. Flache Kelchgrube, mit weit geöffnetem Kelch.