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Signe Tillisch I (Apfel)

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
September

Herkunft

Von Kammerherr Tillish in Bjerre, Jütland (Dänemark) 1866 aus Samen gezogen und nach seiner Tochter benannt; seit 1884 verbreitet.

Allgemeine Beurteilung

"Hochfeiner Herbst-Tafelapfel. Liebhabersorte." So urteilt Obstbauinspektor Schaal um 1930. Noch heute wird der Geschmack gehobenen Ansprüchen gerecht. Als Liebhabersorte muss man sie aber weiterhin bezeichnen, da neben dem späten Ertragsbeginn ihre Druckempfindlichkeit den Erwerbsanbau sehr erschweren würde. Auch im Hausgarten ist ein Mindestmaß an Pflanzenschutz für die recht anfällige Sorte notwendig.

Frucht

Meist mittelgroß. Form unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; teils kugelförmig abgeflacht (auch stark abgeflacht), teils breit-kegelförmig, stielbauchig. Oberfläche uneben mit mittelstarken bis starken Kanten. Grundfarbe grünlichgelb, Deckfarbe gering, wenn dann hellrot verwaschen. Schale dünn, fettend. Stielgrube teils weit, mitteltief, mit schwachen Kanten. Kelchgrube tief, mit ausgeprägten Rippen oder breiten Kanten. Kelch groß, meist ganz geöffnet; Blätter lang, breit, Spitzen teils weit zurückgebogen. Kelchhöhle kegelförmig abgestumpft, in Kelchröhre übergehend. Kernhauswände halbmond- auch bogenförmig. Wenig mittelgroße, asymmetrische Kerne. Fleisch cremegelb, saftig, weich, mildsäuerlich, sehr aromatisch.

Baum

Mittelstarker Wuchs mit breitpyramidaler Krone. Blüte witterungsunempfindlich; Fruchtbarkeit setzt spät ein, ausreichende Erträge. Neigt zu Alternanz; stark krankheitsanfällig. Gedeiht bis in mittlere Lagen auf guten Standorten.

Besondere Merkmale

Geruch stark, Schale fettig. Kelchhöhle direkt in breite unregelmäßige, meist bis zum Kernhaus reichende Röhre übergehend.