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Roter Herbstkalvill (Apfel)

Synonyme
Himbeerapfel, Erdbeerapfel, Zigeunerapfel

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
September

Herkunft

Vermutlich in der Auvergne (Frankreich) entdeckt, 1617 erstmals erwähnt und 1670 beschrieben.

Allgemeine Beurteilung

Die nur noch sehr selten anzutreffende Sorte galt in der Vergangenheit durch ihr starkes himbeer- bis erdbeerartiges Aroma und das rote Fruchtfleisch unter der Schale als pomologische Besonderheit. Aus diesen zwei Eigenschaften ergaben sich viele Synonyme.

Frucht

Mittelgroß. Form sehr unregelmäßig; teils halbkugelförmig, teils kugelförmig, wenig abgeflacht. Oberfläche uneben, mit breiten Kanten, die sich mit starken Rippen abwechseln. Die grün gelbe Grundfarbe ist fast vollständig purpur-, bis schwarzrot überdeckt. Schale glatt, stark fettig. Stielgrube mittelweit, mitteltief, mit ausgeprägten Rippen und breiten Kanten, strahlig berost. Stiel kurz, holzig. Kelchgrube mitteltief, mittelweit, mit ausgeprägten Rippen, teils auch großen Höckern. Kelch meist geschlossen. Fleisch weißlich, oft jedoch rosarot gefärbt, harmonisch süß- säuerlich mit himbeerartigem Geschmack.

Baum

Stark wachsend, flachrunde Krone, schneller Ertragsbeginn. Gilt als anfällig für Krankheiten und Schädlinge und benötigt entsprechende Pflanzenschutzmaßnahmen. Blüte früh und frostempfindlich. Ertrag selten üppig, aber regelmäßig. Verlangt gute, tiefgründige, warme Böden und gleichfalls warme Standorte.

Besondere Merkmale

Starke Rippen. Sehr dunkle, fettige, an der Sonnenseite mit auffälligen Lentizellen versehene Schale. Meist bis zur Gefäßbündellinie rötliches Fruchtfleisch. Großes weit offenes Kernhaus. Insgesamt nahezu unverwechselbar.