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Rheinischer Winterrambur (Apfel)

Synonyme
Teuringer, Menznauer Jägerapfel (Schweiz)

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Zufallssämling unbekannter Herkunft, vermutlich aus den Benelux-Ländern stammend. Sehr alte schon im 17. Jahrhundert bekannte Sorte.

Allgemeine Beurteilung

Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr verbreitete Marktsorte des bäuerlichen Hochstammobstbaus. In luftfeuchten Lagen auf durchlässigen Böden eine robuste und ertragreiche Sorte. Eignet sich unter diesen Bedingungen auch wegen des starken Wuchses heute besonders für den extensiven Streuobstanbau. Trockene und Frostgefährdete Lagen sind zu meiden.

Frucht

Mittelgroß bis groß. Form sehr unregelmäßig; meist kugelförmig stark abgeflacht (breitgedrückt), oft etwas stielbauchig. Oberfläche uneben, mit unregelmäßigen breiten Kanten. Grundfarbe glatt, gelbgrün, wird auf dem Lager ansprechend gelb; Deckfarbe zunächst mattrot, später kräftig bräunlich rot; mit hell umhöften Lentizellen. Stielgrube mitteltief, eng bis weit, mit breiten Kanten, mittelfein strahlig berostet. Stiel kurz, dick. Kelchgrube mittelweit, je nach Stärke der Rippen und Wülste, mitteltief. Kelch mittelgroß, halb geöffnet. Kelchhöhle flach, breit trichterförmig, mit Ansatz zur Röhre. Kernhaus klein; Wände halbmondförmig, glatt. Kerne länglich, häufig taub. Fleisch gelblichweiß, fest, mäßig saftig, säuerlich, schwach aromatisch.

Baum

Starker Wuchs mit breiter, schirmartiger Krone. Triploide Sorte mit mittelspäter, langandauernder Blüte. Ertrag setzt spät ein, Höhe standortabhängig; anfällig für Mehltau und Krebs, kaum für Schorf.

Besondere Merkmale

Meist sehr unregelmäßige breitgedrückte harte Frucht. Kleines geschlossenes Kernhaus mit wenig, fast immer tauben, langen Kernen.