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Rheinischer Krummstiel (Apfel)

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Rheinland, zwischen Köln und Bonn, vermutlich vor 1800 zufällig entstanden. 1821 erstmals beschrieben.

Allgemeine Beurteilung

Eine empfehlenswerte Dauersorte für den Selbstversorgerobstbau, die sich problemlos lagern lässt und an geeigneten Standorten hohe Erträge abwirft. In Gärten muss ihrem ausladenden Wuchs durch geeignete Pflanzabstände Rechnung getragen werden. Ihre Robustheit macht sie auch für den hochstämmigen Landschaftsobstbau interessant, ist wegen des überhängenden Wuchses aber nicht für Pflanzungen an Wegen geeignet.

Frucht

Mittelgroß. Form unregelmäßig; teils eiförmig (auch breit-eiförmig) und fassförmig, teils kugelförmig abgeflacht. Oberfläche leicht uneben, mit ganz schwachen breiten Kanten. Deckfarbe trüb bis leuchtend rot, gestreift, geflammt und marmoriert. Schale glatt, fest. Stielgrube meist mitteltief, eng, oft mit drei breiten Kanten, häufig mit schmaler Nase, die den kurzen, fleischigen, auch knopfigen Stiel zur Seite drückt. Kelchgrube flach, eng, mit feinen Falten, teils auch kleinen Höckern. Kelch klein, halb geöffnet; Blätter mittelbreit, aufrecht. Kernhaus mittelgroß; Wände groß, meist ohrenförmig, teils halbmondförmig, mit schmalen, teils ausgeblühten Rissen. Kerne mittelgroß, länglich, hell rehbraun. Fruchtfleisch grünlichgelb, sehr fest, mäßiges Aroma, das sich erst während Lagerreife bildet.

Baum

Starker Wuchs mit dichter, breit überhängender Krone; Blüte mittelspät, wenig empfindlich; Ertrag setzt mittelspät ein, ist sehr hoch und regelmäßig; Holz und Blüte frosthart, gesund; benötigt mittlere, regelmäßig feuchte Böden in warmen Lagen.

Besondere Merkmale

Meist ei- oder fassförmige Frucht, mit namensgebendem häufig krummen, knopfigen Stiel.