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Osnabrücker Renette (Apfel)

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst, Küche

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Osnabrücker Raum, vor 1800 zufällig entstanden

Allgemeine Beurteilung

Wie die meisten grauen Renetten wird die ‘Osnabrücker Renette’ wegen ihres würzigen, süßsäuerlichen Geschmacks und der langen Haltbarkeit geschätzt. Sie stellt keine hohen Anforderungen an Pflege, benötigt aber eher obstbaulich günstige Anbaubedingungen, vor allem krebsfördernde Lagen sind zu meiden.

Frucht

Klein bis mittelgroß. Form etwas unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; meist sehr typisch (annähernd) halbkugelförmig, kelchseitig sehr wenig abgeflacht, stielbauchig. Oberfläche uneben, meist mit 3 schwachen Kanten. Grundfarbe grünlichgelb, Deckfarbe rot marmoriert, meist vollständig von feinem Rost bedeckt mit Ausnahme des Kelchbereichs. Schale, ledrig, rau. Stielgrube mitteltief bis tief, mittelweit, teils mit schwachen Kanten, flächig, ringförmig berostet. Stiel mittellang. Kelchgrube oft nicht vorhanden, sehr flach, sehr weit, mit feinen Falten. Kelch mittelgroß, viertel geöffnet; Blätter lang, aufrecht, übereinander gefaltet. Kelchhöhle sehr flach, breit, auch breit trichterförmig. Kernhaus klein; Achse wenig bis weit geöffnet; Wände meist halbmondförmig. Kerne mittelgroß, breit, lang, kastanienbraun. Fleisch grünlichweiß, mürbe, säuerlich, würzig.

Baum

Mittelstarker Wuchs, bildet schnell und viel Fruchtholz; Blüte erscheint mittelspät, schlechter Befruchter; triploide Sorte. Ertrag setzt früh ein, hoch; anfällig für Obstbaumkrebs; beansprucht gut strukturierte Böden in warmen Lagen.

Besondere Merkmale

Typische teilflächig berostete Frucht, mit meist unberosteter Kelchseite; Kelch flach, teils aufsitzend.