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Oberdiecks Renette (Apfel)

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst, Küche

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Von Müller um 1850 in Cannstatt (bei Stuttgart) entdeckt, durch E. Lucas 1865 benannt und 1866 beschrieben.

Allgemeine Beurteilung

Eine echte Liebhabersorte für Obstsortensammler, da sie nach einem der größten Pomologen des 19. Jahrhunderts, J.G.C. Oberdieck, benannt wurde. Empfehlenswert für Freunde haltbarer, süßsäuerlicher Früchte. Problematisch ist die hohe Anfälligkeit der Früchte für Schorf. Je nach Standort auch anfällig für Mehltau und Krebs.

Frucht

Mittelgroß. Form etwas unregelmäßig, teils schwach kegelförmig, abgestumpft; teils kugelförmig stark abgeflacht, zur Kelchfläche verjüngt. Grundfarbe gelbgrün, später in goldgelb übergehend, Deckfarbe selten, verwaschen trüborange. Schale trocken, etwas rau mit zahlreichen Rostfiguren. Deutliche fühlbare Lentizellen, in der Deckfarbe rot umhöft, oft rissig und verkorkt. Stielgrube mitteltief, weit, ringförmig fein bis grob berostet. Stiel lang bis sehr lang. Kelchgrube flach, weit, schüsselförmig mit feinen Falten und Fleischperlen, ringförmig berostet. Kelch mittelgroß, halb bis ganz geöffnet; Blätter mittellang, grau befilzt, Spitzen zurück-
geschlagen. Kelchhöhle trichterförmig, mittelbreit bis schmal. Kernhaus klein, geschlossen; Wände ohren- bis bogenförmig, glatt. Kerne groß bis mittelgroß, breit-eiförmig, kastanienbraun. Fleisch grünlichweiß, mürbe, wenig saftig, mild süßsäuerlich, etwas aromatisch.

Baum

Anfangs mittelstarker, später nachlassender Wuchs mit hochkugeliger Krone. Blüht mittelspät bis spät; trägt regelmäßig und gut. Sehr anfällig für Pilzinfektionen, besonders Schorf. Bevorzugt offene Lagen mit durchlässigen Böden.

Besondere Merkmale

Kelch- und Stielseite gleichstark abgeflacht. Kelchgrube ringförmig berostet. Große oft verkorkte Schalenpunkte. Welkt auf dem Lager.