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Kanadarenette (Apfel)

Synonyme
Pariser Rambur, Weiberrenette, Reinette de Caen

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst, Küche

Klimaanspruch
hoch

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Unsicher, vermutlich Frankreich. 1771 beschrieben, schon vor 1800 in Deutschland bekannt.

Allgemeine Beurteilung

Die Sorte verdient auf Grund ihrer geschmacklichen Qualität auch heute noch Beachtung. Sie eignet sich als Spalier, da für die Aromabildung wärmste Standorte günstig sind. Verträgt eher trockene Lagen, in feuchtkühlen Gegenden treten Krebs und Schorf auf, ebenso sollten wegen der anhaltenden Blüte spätfrostgefährdete Standorte gemieden werden. Es existiert eine vollständig grau berostete Mutante, die ‘Graue Kanada Renette’.

Frucht

Mittelgroß bis groß. Form etwas unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; meist kugelförmig abgeflacht (auch etwas breitgedrückt), teils auch breit-kegelförmig. Oberfläche uneben, mit meist fünf mittelstarken Kanten. Grundfarbe grüngelb bis blass goldgelb. Sonnenseite trüborange verwaschen. Schale rau, ledrig; viele etwas erhabene, teils hellbraun berostete Lentizellen. Stielgrube mittelweit, mitteltief, flächig berostet. Stiel kurz und dick. Kelchgrube mitteltief, mittelweit mit teils ganz feinen Falten, teils breiten Kanten. Kelch mittelgroß, viertel bis halb geöffnet. Kernhaus mittelgroß; Achse wenig geöffnet; Wände halbmondförmig, etwas rau. Wenig Kerne, oft taub. Fleisch gelb geadert, feinzellig, sehr saftig, kräftig aromatisch, ausgewogen säuerlich-süß.

Baum

Kräftiger Wuchs mit breitkugeliger, großer Krone. Triploide Sorte; Blüte mittelfrüh, anhaltend, frostempfindlich. Ertrag setzt eher spät ein, trägt gut, jährlich. Holz frost- und krebsanfällig, wenig anfällig für Schorf und Mehltau.

Besondere Merkmale

Teils große, erhabene und verkorkte Lentizellen. Kelchgrube meist ringförmig berostet.