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Bayerische Weinbirne (Birne)

Synonyme
Badische Mostbirne

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Most/Saft, Dörren

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Unbekannt, erstmals von Bach und Klein (1906) erwähnt.

Allgemeine Beurteilung

Großfruchtige, interessante Mostbirne mit starkem und gesundem Wuchs. In verschiedenen Regionen Süddeutschlands, vor allem in Baden noch häufiger. Feuerbrandresistent, deshalb für den landschaftsprägenden Anbau empfehlenswert.

Frucht

Große, flaschenförmige Frucht, kelchbauchig, im Relief glatt, sieht wie eine Tafelbirne aus (L = 80–100 mm, B = 60–70 mm, 150–250 g). Weißlich grüne bis hellgrüne Grundfarbe mit leichtem orangen bis erdroten Anflug auf der Sonnenseite. Zahlreiche große Lentizellen. Um den Kelch meist ganzflächige Berostung, sonst nur einzelne Figuren. Holziger Stiel, relativ lang und meist etwas gebogen. Etwas wulstige, mitteltiefe Kelchgrube mit kleinen, halb aufrechten Kelchblättern, an der Basis verwachsen. Festes, relativ feinzelliges Fruchtfleisch, gelblich weiß, sehr saftig, süßherb mit leichter Würze. Zuckergehalt 15 % (60–70° Oechsle). Große, längliche Kerne mit seitlicher Nase, oft unvollkommen.

Baum

Groß mit rundlicher bis breitovaler Krone und relativ dünnen, herabhängenden Zweigen. Mitteldicke, oft etwas gewundene Jahrestriebe, grau bis rotbraun und wenige große, auffallende Lentizellen. Blattknospen länglich, stark abstehend. Dunkelgrünes, glänzendes Blatt, auf langem Stiel, Rand leicht gekerbt. Mittelfrühe Aufblüte. Große, ovale Kronblätter und mittelgroße, relativ breite Kelchblätter. Die Sorte zeigt einen gesunden Wuchs und ist feuerbrandresistent. Sie bevorzugt wärmere Lagen und scheint etwas blühempfindlich zu sein, da die Erträge nicht immer regelmäßig sind.

Besondere Merkmale

Große, tafelbirnenartige Früchte, aber herb. Breite Krone mit hängenden Zweigen.