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<<abgeschlossen>> Energieeinsparung in der Obstlagerung

Ausgangslage

Entwicklungen im Bereich der Lagerung und Qualitätserhaltung in den vergangenen Jahrzenten machen es heute möglich, dem Verbraucher über das ganze Jahr verteilt eine breite Palette an nahezu „erntefrischem“ Obst anzubieten. Diese stetige Intensivierung im Bereich der Obstlagerung hat jedoch nicht nur zu qualitativen Verbesserungen sowie zu Erweiterungen der Angebotspalette beigetragen, sondern vor allem auch zu einem deutlich höheren Energieaufwand geführt. 

Im Zuge steigender Energiepreise und der Forderung nach nachhaltiger Lebensmittelproduktion gewinnen Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauches auch im Bereich der Obstlagerung an Bedeutung.

Im Rahmen des vorliegenden Projektes sollen mehrere Maßnahmen und Strategien zur Energieeinsparung während der Obstlagerung erarbeitet werden. Ein Ansatz der Untersuchungen besteht darin, dass moderne Lagerverfahren, wie der Einsatz von
1-MCP (SmartFresh) oder die dynamische CA-Lagerung (DCA), aufgrund ihrer reifeinhibierenden Wirkung das Potential zur Kompensierung der negativen Effekte höherer (als der praxisüblichen) Lagertemperaturen haben, ohne dass dabei die Fruchtqualität negativ beeinflusst wird. Inwieweit genannte Anpassungen der Lagerbedingungen für einzelne Sorten möglich sind, welche Kombinationen mit weiteren technischen Maßnahmen in Betracht gezogen werden können und wie groß dabei das mögliche Energiesparpotential ist, soll im Rahmen der Untersuchungen geklärt werden.

Zudem wird das Energiesparpotential weiterer technischer Maßnahmen untersucht und bewertet. Dazu zählen zum Beispiel Versuche zur Optimierung der Luftführung im Lager sowie Möglichkeiten der Wärmerückgewinnung während der Obstlagerung. Thermographische Untersuchungen werden ergänzend dazu durchgeführt, um energetische Schwachstellen, welche z.B. zu Wärmebrücken, zu Wärmenestern, zur Bildung von Kondenswasser an einzelnen Bauteilen im Lager oder zu einem Verlust an Effizienz der Kälteanlage führen, zu identifizieren und daraus gegebenenfalls Empfehlungen zur Verbesserung baulicher Maßnahmen zu erarbeiten.

Am Ende der Projektlaufzeit soll basierend auf den Ergebnissen ein Gesamtkonzept zur energetisch günstigen und Qualität erhaltenden Obstlagerung erarbeitet und in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern im Hinblick auf eine Praxisanwendung bewertet werden.

 

 Beteiligte Institutionen:

  •  Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (D) (Projektkoordination)
  •  Württembergische Obstgenossenschaft Raffeisen e.G. (WOG) (D)
  •  Marktgemeinschaft Bodenseeobst (MaBo) (D)
  •  Forschungsanstalt AgroscopeChangins Wädenswil ACW (CH)
  •  Obstkühlhaus St. Margrethen (CH)
  •  TOBI Seeobst AG (CH)

 

Förderung
Das grenzüberschreitende Projekt wird im Rahmen des Interreg IV-Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein durchgeführt und gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Schweizer Interreg-Mitteln.

Unter dem >>folgenden Link finden Sie den Abschlussbericht

Als Folgeprojekt dürfen wir uns freuen Ihnen das COOL-Projekt vorstellen zu dürfen.