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Großer Obstbaumsplintkäfer

Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Borkenkäfer (Scolytidae)
Deutscher Name: Großer Obstbaumsplintkäfer
Wissenschaftlicher Name: Scolytus mali


Der Große Obstbaumsplintkäfer tritt vorrangig an Apfel und Pflaume auf. Andere Obstkulturen werden selten befallen.
Als sogenannter „Sekundärschädling“ bohren sich die Jungkäfer meist in bereits geschwächte Bäume. Die Larven leben zwischen Rinde und Holz („Rindenbrüter“) und ernähren sich vom Rindengewebe.


Beschreibung
Die Käfer sind 3-4,5 mm lang und glänzend. Kopf und Brustteil sind schwarz, die Flügeldecken dunkelbraun gefärbt. Die weißgelbe Larve mit braunem Kopf ist beinlos und erreicht eine Länge von bis zu 5 mm.

Lebensweise
Die Jungkäfer erscheinen ab Mai. Bei sonnigem Wetter fliegen sie umher und suchen geeignete Brutbäume, in die sie sich einbohren. Zwischen Rinde und Holz wird ein 5-12 cm langer Muttergang angelegt, in den jedes Weibchen nach Kopulation 50-60 Eier ablegt. Die Larven fressen strahlenförmig weitere mehr oder weniger geradlinig verlaufende Gänge, welche nach außen hin, bedingt durch das fortwährende Wachstum der Larven, immer breiter werden. Am Ende jedes Larvenganges befindet sich die „Puppenwiege“. In ihr überwintert die ausgewachsene Larve und verpuppt sich im Frühjahr. Im Mai/ Juni verlassen die Jungkäfer den Brutbaum. Sie verursachen dabei zahlreiche auffällige Schlupflöcher an Stamm und dickeren Ästen. Es tritt nur eine Generation pro Jahr auf.

Ein naher Verwandter ist der Kleine (oder Runzelige) Obstbaumsplintkäfer (Scolytus rugulosus). Mit einer Länge von nur 2-2,5 mm ist er kleiner als sein Namensvetter. Er ist dunkelbraun bis schwarz, die Flügeldecken sind matt.
In Unterscheidung zum Großen Obstbaumsplintkäfer sind die Muttergänge enger und nur 1,3-3 cm lang. Die Larven legen weniger Gänge an, diese sind gewunden und kreuzen sich manchmal. Diese Art befällt gewöhnlich Stämme kleinerer, bereits kränkelnder Bäume und dünne Äste.

Schaden
Es werden vorrangig größere Äste und Stämme bereits kränkelnder Bäume befallen. Schadmerkmale sind 1-1,5 mm große Schlupflöcher am Stamm ab Mai. Die Rinde befallener Bäume löst sich gut vom Holz. Darunter findet man 5-12 cm lange Brutgänge von denen strahlenförmig Fraßgänge ausgehen.

Kontrolle/ Bekämpfung
Die Anwesenheit von Borkenkäfern ist ein Anzeichen für das Vorhandensein bereits geschwächter Bäume. Stressauslösende Faktoren für den Baum wie Pilzbefall, Mäusefraß, ungünstige Bodenverhältnisse usw. sollten wenn möglich ausgeräumt werden.