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Erhalt traditioneller Streuobstsorten am Oberrhein

Besuchen Sie unsere Projekthomepage: www.obst-am-oberrhein.eu

 

Ausgangssituation


StreuobstwieseDurch den Rückgang des Streuobstanbaus ist neben dem kulturhistorischen Wert der lokalen Obstsorten an sich auch deren genetische Variabilität bedroht. Seit Jahren gehen Streuobstbestände wegen Überalterung und mangelnder Pflege verloren. Die europäische Union hat sich mit der Rio-Konferenz 1992 auf den Erhalt der Biodiversität verpflichtet. Die in der Sortenvielfalt noch vorhandene genetische Variabilität ist Grundlage für Züchtungsaktivitäten und für den Erhalt spezifischer Sorteneigenschaften. Diese können z.B. beim Auftreten neuer Krankheiten, Klimaveränderungen, neuen Verbrauchergewohnheiten eine heute noch nicht abzuschätzende Bedeutung erlangen.


Ziel und vorgesehene Maßnahmen


Das Interreg-IV-Oberrhein-Projekt wird mit 14 Partnern aus Baden-Württemberg, Elsass und Rheinland-Pfalz in den folgenden 7 Modulen durch geführt:

  • Koordination
  • Sortensuche in der Landschaft
  • Sortenidentifizierung/Monitoring
  • Sortensicherung/-verbreitung durch Anlage/Ausbau Sortengärten
  • Konzeptionen für Sortensicherung und Streuobstpflege in der Landschaft
  • Verwertungsmöglichkeiten für regionale Streuobstprodukte
  • Öffentlichkeitsarbeit

Folgende konkrete Maßnahmen werden durchgeführt:

  • Streuobstbestände sind auf seltene und erhaltenswerte Obstsorten zu untersuchen
  • Sorten werden identifiziert, hinsichtlich des Gefährdungsgrades eingeordnet, sowie deren Eigenschaften festgehalten.
  • Mit Hilfe einer Datenbank wird die Sortendokumentation und –monitoring erfolgen
  •  Die Eignung verschiedener Streuobstsorten für die Produktion regionaler Spezialitäten wird untersucht und die Produktion optimiert
  • Die Öffentlichkeitsarbeit für die Belange alter Sorten und Streuobstbestände als Kulturgut und landschaftsprägendes Element soll zur breiten Unterstützung aus der Bevölkerung führen. Eine Homepage wird Auskunft zu Aktivitäten und Ergebnissen geben.

Durchführungszeitraum

01.06.2009-31.08.2012

Beteiligte Institutionen

Frankreich:

Groupement Cooperative de Producteurs Wolfberger

Confédération des producteurs de fruits d'Alsace COPROFA

Fédération régionale de défense contre les organismes nuisibles d'Alsace FREDON

Verexal

Deutschland:

Baumschule Ritthaler

Pomologen Verein e.V.

Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee

Landratsamt Ortenaukreis

Landratsamt Emmendingen

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald

Uni Freiburg, Institut für Landespflege

Kreisverband Obstbau,Garten- und Landschaft Emmendingen e.V.

Stiftung Kaiserstühler Gärten

Verband badischer Klein-und Obstbrenner


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