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Jugendwettbewerb "Mein Freund der Baum " 2011

Am Mittwoch, den 19. Oktober fand die Preisverleihung des  Landeswettbewerbs „Mein Freund der Baum - Ich tu‘ was!“ im Bauernhausmuseum Wolfegg statt. Die Gewinner wurden von Ministerialrat Dr. Konrad Rühl, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, ausgezeichnet. Gesucht wurden Kinder und Jugendliche, die Streuobstwiesen näher erkunden und sich aktiv für ihre Erhaltung einsetzen.

 

Die Gewinnergruppen zeichneten sich durch besonders vielseitige und nachhaltige Aktivitäten aus. Diese Jugendlichen sind während des Wettbewerbs sozusagen zu Fachleuten geworden, weshalb sie Dr. Rühl auch als „Junior-Pomologen“ bezeichnete.

 

Den 3. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 200 € erhielt die Jugend-Naturschutzgruppe Jettingen mit den „großen Turmfalken“ und den „kleinen Schleiereulen“.

 

 Die Kinder und Jugendlichen haben sich sowohl theoretisch, als auch praktisch mit dem Thema Streuobstwiese auseinander gesetzt und dies anhand von Fotos, Berichten und Bildern beschrieben. Es wurde erkundet, was bei der Sortenwahl beachtet werden muss und welche Unterschiede zwischen alten und neuen Sorten sowie den verschiedenen Anbauformen bestehen. Als Nummer 1 wurde schließlich die Sorte „Danziger Kant“ gekürt.

Auf der praktischen Seite wurden eine Obstwiese mit 70 jungen Obstbäumen gepflegt, ein Wildbienenhotel und Nistkästen gebaut sowie Fledermauskästen aufgehängt und betreut. Geerntet werden konnten Äpfel von Obstwiesen, die von den Besitzern nicht mehr selbst bewirtschaftet werden. Bilder und Apfelcollagen ergänzten den Wettbewerbsbeitrag der Jugendgruppe.

 

Der 2. Preis mit 400 € ging an die Klasse 7 der Illertalsschule in Berkheim-Bonlanden.

 In Berkheim-Bonlanden ist die ganze Illertalschule im Streuobstbau aktiv. Im schuleigenen Obstgarten mit 50 Bäumen müssen die anfallenden Arbeiten immer wieder von allen 70 Schülern bewältigt werden. Für den Wettbewerb hatte sich die Klasse 7 mit Ihren Aktivitäten angemeldet. Das Schuljahr begann mit der Obsternte. Ein Teil der Früchte diente direkt als Pausenverpflegen, der Rest wurde zu Kuchen, Apfel- oder Pflaumenmus sowie Saft verarbeitet. Mithilfe von Garten- und Obstbauberatern wurden die Sorten bestimmt und eine Sortenausstellung in der Schule aufgebaut. Nisthilfen für Wildbienen wurden im Technikunterricht gebaut und Bäume geschnitten. Anhand von zahlreichen Arbeitsblättern wurde das Thema weiter bearbeitet. So konnte die Jury beispielsweise erfahren, wer die „Obstgarten-Polizisten“ sind oder dass Apfelmus gegen Liebeskummer hilft.

 

Den 1. Preis in Höhe von 600 € erzielte die Klasse 6a des Schickhardt-Gymnasiums in Herrenberg.

Das Schickhardt-Gymnasium hat bereits 1994 ein Obstwiesen-Projekt ins Leben gerufen, in dem praktisch, fächerübergreifend und teamorientiert gearbeitet wird. Am Wettbewerb hat sich die Klasse 6a beworben, die im Schuljahr 2010/2011 das Projekt übernahm. Es wurde in Gruppen gearbeitet, die sich „Professoren“, „Gangster“, „Killerpilze“, „Bright Knights“, „Die schlauen Girls“ und „Die schlauen Füchse“ nannten. Ihr Beitrag war in Form eines von den Schülern sorgfältig gestalteten Leporellos dargestellt, das auf der Vorderseite die Arbeiten der Klasse zeigt und auf der Rückseite Tiere der Streuobstwiese.  Die Grundlagen für das Pflanzen und Schneiden von Bäumen wurden zunächst theoretisch erarbeitet und schließlich in die Praxis umgesetzt. Nistkästen wurden gebaut und aufgehängt. Säuren, Zucker und Farbstoffe im Apfel wurden untersucht und es wurde festgestellt „dass ein Apfel, auch wenn man keinen Hunger hat, interessant ist“. Apfelsaft und -gelee wurden aus den selbst geernteten Äpfeln hergestellt. Ergänzend dazu wurde erkundet, in welcher Beziehung die Menschen und verschiedene Tiere zum Apfelbaum stehen. So entstanden z.B. Tierporträts über den Steinkauz, den Apfelwickler oder die Haselmaus.