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EIP-Projekt "Robuste Apfelsorten"

Die Apfelzüchtung der vergangenen 100 Jahre hat die genetische Basis der heute marktgängigen Apfelsorten stark eingeengt. Alle modernen Sorten stammen mehr oder weniger von lediglich drei Ahnensorten ab ( Golden Delicious, Cox Orange und Jonathan). Diese genetische Einengung hat dazu geführt, dass die Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten (speziell Apfelschorf und Mehltau) und Schädlingen zugenommen hat.

Das Ziel des Projektes ist die Verbreitung und Weiterentwicklung von Apfelsorten für den ökologischen Obstbau und den Streuobstbau, deren Resistenz auf breiter genetischer Basis steht. Dazu haben sich zwei Versuchsanstalten und fünf Praxisbetriebe zu einer sog. Operationellen Gruppe zusammen geschlossen.

Die Koordination übernimmt die Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau (FÖKO). Mitglieder sind

  • die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (LVWO),

  • das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB),

  • aus der Bodenseeregion die Betriebe Karrer, Blank und Mainau GmbH,

  • aus der Neckarregion der Betrieb Adrion,

  • aus Baden der Betrieb Magens/Höfflin.

Die Praxisstandorte ermöglichen neben einem partizipativen Zuchtansatz auch frühzeitige Klonen- und Sortentestungen unter ökologischen als auch „worst case“ Bedingungen.

Aufbauend auf den züchterischen Arbeiten von Dr. Ruess (LVWO) und des Sortenmonitorings des Streuobst-Genpool am KOB (Dr. Mayr) sollen in den kommenden Projektjahren Neuzüchtungen auf breiter genetischer Basis entwickelt werden.

Folgende Schritte sind vorgesehen:

  1. Auslese der derzeit an den Versuchsanstalten befindlichen Sortenneuzüchtungen mit Resistenz-/Toleranzeigenschaften unter "worst case" Bedingungen und auf Praxisbetrieben.

  2. Etablierung der neuen Sorten auf Praxisbetrieben und Einführung in die Vermarktung.

  3. Untersuchung des Streuobstsortiments der Sortenerhaltungszentrale BW auf geeignete alte Sorten für Züchtungszwecke zur Verbreiterung der genetischen Basis.

  4. Züchtung neuer Sorten auf Basis des Genpools aus dem Streuobst und den bereits existenten Züchtungsarbeiten. 

Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

 

 

Kontakt: Dr. Ulrich Mayr, E-Mail: mayr@kob-bavendorf.de,Tel. 0751/7903-301