Ertragsphysiologie/ Produktionstechnik
Die Ertragsphysiologie umfasst grundlagen- und anwendungsorientierte Arbeitsthemen im Obstanbau. Ein Schwerpunkt liegt in Anbaufragen, wie der Behangregulierung bei Kern- und Steinobst, der Wachstumsregulierung von Obstkulturen aber auch der Stabilisierung und Förderung des Fruchtansatzes bei den Obstarten. Daneben werden forschungsbezogene Inhalte bearbeitet, die z. B. durch den Einsatz von Schutzsystemen wie Hagelnetzen wichtig werden: Belichtung und Wachstum, Fruchtansatz und Fruchtentwicklung sowie Ertragssicherung und Qualitätsförderung.
Die produktionstechnischen Arbeiten beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Kulturmaßnahmen auf Ertrag, Fruchtqualität und Boden. Dies sind Untersuchungen an diversen Sorten-Unterlagenkombinationen, zu Maßnahmen wie Baumerziehung, Schnitt, Fruchtausdünnung, Düngung und Bodenpflege, die insbesondere bei den aktuellen, marktrelevanten Apfelsorten wie ‚Cameo‘‚ Braeburn’, ‚Elstar’, ‚Gala’, ‚Jonagold’, ,Kanzi' u. a., sowie weiteren Obstarten (Birne, Süßkirsche, Zwetsche, Beerenobst) bearbeitet werden.
Arbeitskreis Ertragsphysiologie
Seit dem Jahr 2001 besteht am KOB der Arbeitskreis Ertragsphysiologie. Gemeinsam mit Obstbauberatern aus der Bodenseeregion erfolgen Absprachen zur Anlage von Versuchsanstellungen und Demonstrationsversuchen und es werden aktuelle Probleme aus der Praxis erörtert. Z. B. wird regelmäßig vor der Obstblüte im Frühjahr die Thematik der Behangoptimierung besprochen und eine Ausdünnungsempfehlung erstellt.
Themenschwerpunkte
- Behangregulierung und Ausdünnung ► Empfehlung zur Behangsregulierung 2010
- Obstanbau mit Hagelnetzen
- Wuchsregulierung
- Düngung
- Fruchtansatzförderung