Über Uns Aktuelles Arbeitsbereiche Projekte Service

Großer Birnblattsauger

Ordnung: Pflanzensauger (Homoptera)
Familie: Blattsauger (Psyllidae)
Deutscher Name: Großer Birnblattsauger
Wissenschaftlicher Name: Psylla pirisuga


Der Große Birnblattsauger tritt nur an Birne auf. Er ist für kurze Zeit im Frühling und Frühsommer in den Obstanlagen präsent. Ansonsten lebt er auf Nadelgehölzen. Im Bodenseegebiet findet man ihn nur vereinzelt, er ist daher wenig gefährlich. Schädigungen zeigen sich in Form von Blattdeformationen und verschmutzten Früchten.

Aussehen
Die ausgewachsenen Tiere sind 4 mm groß mit hellen, durchsichtigen Flügeln. Sommertiere sind grünlich, später im Jahr verfärben sie ich rotbraun bis schwarz. Sie besitzen ein enormes Sprungvermögen („Blattflöhe“)
Die ovalen, 0,3 mm großen und gelben Eier werden in dichten Gruppen auf die Unterseite der Blätter entlang der Mittelader abgelegt.
Die daraus schlüpfenden Larven (Nymphen) sind anfangs gelb, später dunkel gezeichnet. Sie erreichen eine Länge von etwa 2,5 mm.

Lebensweise
Der Große Birnblattsauger überwintert als ausgewachsenes Weibchen auf Nadelbäumen. Im Frühjahr wandern diese noch vor Knospenaufbruch in die Obstanlagen ein. Im Mai und Juni legen sie ihre Eier in Grüppchen auf Blüten, Blätter und Triebe. Die geschlüpften Larven ernähren sich von Pflanzensaft. Nach der Blüte im Frühsommer verlassen die adulten Tiere die Birnbäume und wandern auf Nadelgehölze ab.
Es gibt eine Generation im Jahr.

Schaden
Infolge der Eiablage direkt ins Pflanzengewebe kommt es an jungen Blättern und Trieben zu Wuchsdeformationen wie Blattrandrollung und Blattverkräuselungen. Hinzu kommen Saugschäden.
Weitaus schlimmer ist die starke Honigtaubildung mit folgender Ansiedlung von Rußtaupilzen an Blättern und Früchten. Dies führt zu einer geminderten Assimilationsleistung und Fruchtqualität.

Kontrolle
Ab Ende März sollte das Holz, später auch die Blätter auf Eiablagen hin kontrolliert werden. Hilfreich dabei ist die Verwendung einer Lupe mit mindestens 10-facher Vergrößerung. Die Schadschwelle liegt bei 60-80% befallener Triebe.

Bekämpfung
Die Schäden sind meist nur von geringer Bedeutung.