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Maibeere

Botanischer Name: Lonicera kamtschatica

Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Herkunft und Verbreitung: Die Maibeere stammt aus Ostsibirien im Grenzland von Rußland und China.

Aussehen: Der Strauch wird 0,5-1,0 m hoch und ähnelt im Wachstum der Kulturheidelbeere. An den ersten warmen Wintertagen erfolgt der Austrieb. Zuerst erscheinen kleine, gelbe hängende Glöckchenblüten, danach die Blätter. Diese sind 5-6 cm lang, grau-grün und beidseitig samtig behaart. Die Früchte sind blau gefärbt, 10-15 mm lang und sehen aus wie tropfenförmige, längliche Heidelbeeren.

Anbau: Als Standort eignen sich feuchte, nicht zu sonnige Lagen. Maibeeren reifen vor jeder einheimischen Frucht bereits im Mai, daher ihr Name. Die Blüten vertragen Temperaturen von bis zu -8°C, die Frosthärte des Holzes reicht bis -45°C. Weder ein Moorbeet noch Pflanzenschutz sind erforderlich. Zur besseren Befruchtung sollten zwei Pflanzen gepflanzt werden. Der beste Schnittzeitpunkt ist nach der Ernte, da die Früchte am einjährigen Holz gebildet werden. Die Maibeere verjüngt sich aus der Basis. Deshalb erfolgt der Schnitt jedes Jahr bei den drei ältesten Trieben. Für die Bildung der Jungtriebe an der Stockbasis empfiehlt sich das Anhäufeln der Erde um den Strauch in einer Höhe von mindestens 3 cm. Die Pflanze schließt ihr Wachstum sehr früh ab und lässt ihre Blätter schon im September vergilben und fallen.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung: Hervorzuheben ist ihr hoher Vitamin B- und C-Gehalt. Daher werden ihr auch besondere Heilkräfte nachgesagt.

Verwendung: Die Früchte werden frisch verzehrt oder zu Marmelade oder Saft verarbeitet. Sie schmecken etwas säuerlicher als Kulturheidelbeeren.