Über Uns Aktuelles Arbeitsbereiche Projekte Service

Aronia, Apfelbeere

Botanischer Name: Aronia melanocarpa

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Herkunft und Verbreitung: Die Heimat der Apfelbeere liegt im östlichen Teil Nordamerikas. Sie ist in Bezug auf Bodenbeschaffenheit wenig anspruchsvoll. Ihre Kulturform tritt heute in vielen Teilen der Erde auf, ihr Anbau nimmt ständig zu. In Europa zählt sie mittlerweile zu den geschätzten Obst-, Zier- und Heilpflanzen.

Kulturgeschichtliche Bedeutung: Die Apfelbeere kann, historisch gesehen, als eine sehr junge Obstart betrachtet werden. Ein nennenswerter Anbau begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Davor war sie im Wesentlichen nur als Ziergehölz bekannt.

Aussehen: Die Aronia ist ein 2-2,5 m hoher mehrstämmiger Strauch mit reichlich Bodentrieben. Die Blüten erscheinen Ende Mai, sind meist reinweiß und zu einer Doldentraube angeordnet. Die Früchte sind apfelförmig, wiegen 1-1,5g, färben sich in der Vollreife grau-violett und sind mit einem wachsartigen Überzug bedeckt. Sie haben einen süß-sauren herben Geschmack der sich jedoch einige Tage nach dem Pflücken abschwächt. Jede Beere hat 4-8 kleine, längliche, helle Samenkerne. Im Herbst verfärben sich die Blätter orange-rot.

Standort- und Kulturansprüche: Die Aroniabeere ist ein sehr anspruchsloses Gehölz. Sie gilt als frosthart im Holz und in der Blüte. Ein jährlicher Schnitt ist nicht erforderlich. Die Sträucher sind kaum anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen, Pflanzenschutzmaßnahmen sind daher nicht erforderlich. Sie kann Feuerbrand bekommen.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung: Die Früchte enthalten große Mengen an Vitaminen, Mineral- und Gerbstoffen. Aufgrund ihres hohen Gehaltes an Flavonoiden gilt die Apfelbeere als gesundheitlich wertvoll. Sie wirken der Arterienverkalkung entgegen und fördern die körpereigenen Abwehrkräfte.

Verwendung: Zum Frischverzehr sind die Aroniabeeren aufgrund ihres stark herben Geschmacks weniger zu empfehlen. Im Haushalt lassen sich die Früchte jedoch zu Kompott, Gelee, Konfitüre und kandierten Früchten verarbeiten. In der Lebensmittelindustrie wird ihre enorme Farbintensität als natürlicher Farbstoff besonders geschätzt. Aufgrund der Blüte, der Frucht und der zinnoberroten Herbstfärbung des Laubes verfügt das Gehölz über einen beachtlichen Zierwert im Hausgarten.