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Japanische Scheinquitte

Botanischer Name: Chaenomeles japonica

Synonyme: Nodrische Zitrone, Cido

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Herkunft und Verbreitung: Die Japanische Scheinquitte ist eine neue Obstkultur. Sie wurde in Lettland in 40-jähriger Züchtungsarbeit aus der dornigen Strauchquitte ausselektiert. Dort gilt sie neben dem Apfel und der Erdbeere als wichtigste Obstart.

Aussehen: Cidos wachsen auf Büschen mit dornlosen Zweigen. Die Blüte ist von Mai bis Juni, die Blüten sind ungefüllt orangerot, sehr dekorativ und dienen als Bienenweide. Die Früchte sind quittenähnlich, jedoch etwas kleiner. Sie schmecken aromatisch sauer, haben eine dünne Schale und festes Fruchtfleisch.

Anbau: Aufgrund des frühen Austriebs sollte die Cido nicht später als im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden. Die Pflanzung als Ballen oder in Containern ist dabei die Ausnahme. Sie lieben sonnige Lagen und nährstoffreiche, frische, mittelschwere und kalkarme Böden. Die Reife erstreckt sich von Anfang September bis Mitte Oktober. Die Früchte sollten noch vor Frosteintritt geerntet sein, wobei sie in den letzten Wochen besonders an Qualität und Masse zunehmen. Im Kühllager können sie circa 3 Monate gelagert werden. Die Pflanze gilt in Bezug auf Krankheiten als sehr robust, eine Infektion mit Feuerbrand ist jedoch möglich (Wirtspflanze). Der Schnitt erfolgt nach der Blüte.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung: Cidos enthalten deutlich mehr Vitamin C (100mg Ascorbinsäure/ 100g Frischsubstanz) als Zitronen. Ihr Zuckergehalt liegt bei 2-3%.

Verwendung: Die Früchte dienen als Rohstoff für Säfte, Gelee, Marmelade, Kompott, Obstpaste und Likör. Zum Frischverzehr eignen sie sich nicht. Chaenomeles-Arten sind von hohem Zierwert.